Christen sollen heimlich beten…

 

Der Beamte hat wohl kurz die GFK vergessen….das Recht auf Ausübung der Religion ist dort verankert….

“Wenn sie nach Afghanistan zurückkehren würden, würde niemand wissen, dass Sie tatsächlich Christ geworden sind. Sie könnte in Afghanistan Ihren neu erworbenen Glauben auch ausüben, auch wenn das im Geheimen stattfinden würde. Niemand würde wissen, dass Sie Christ geworden sind und Ihren Glauben änderten. Sie könnten sich z.B. in Kabul eine Existenz aufbauen und dort Ihr Leben finanzieren. Hierzu wäre zu sagen, dass es in Afghanistan kein Meldewesen gibt und dass Sie von niemanden gefunden werden.”

“Die gesellschaftliche Einstellung gegenüber konvertierten  Christen ist ablehnend. Zu einer Strafverfolgungs- und Strafzuermessungspraxis, die speziell Christen diskriminiert, kommt es in Afghanistan in der Regel schon deshalb nicht, weil sich Christen nicht offen zu ihrem Glauben bekennen (AA 9.2016). Bis dato wurde noch niemand aufgrund von Konversion hingerichtet.”

Leseempfehlung – Weltverfolgungsindex 2018 für Christen:

www.opendoors.de/christenverfolgung/weltverfolgungsindex/laenderprofile/2018/afghanistan

Tauftermin

 

“Wohl gaben Sie an, dass Sie zum Christentum konvertierten [sic] möchten und konnten auch einen vorläufigen Tauftermin angeben, trotzdem erscheint Ihr Glaubenswechsel nicht überzeugend und Glaubhaft [sic].“

Dem sei ein Auszug aus dem Vorwort der Broschüre “Asylverfahren” des BFA gegenübergestellt.

Für das BFA ist die Prüfung der Asylanträge eine der Hauptaufgaben. Für diese verantwortungsvolle Tätigkeit braucht es sehr gut ausgebildete verfahrensführende Referentinnen und Referenten mit breitem fachlichem
Wissen sowie Fein- und Fingerspitzengefühl. Deshalb wird gemäß dem Grundsatz der individuellen Verfahrensführung jeder Fall von einem Referenten einzeln geprüft – eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, bei der die Entscheidung über einen Asylantrag gemäß den rechtlichen Vorgaben unter Berücksichtigung aller vorliegenden Tatsachen und eingebrachten Anliegen objektiv getroffen wird.
Mag Wolfgang Taucher M.A.
(Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl)