Unglaubwürdig Geschwindigkeitsangabe

 

“Ich war auf dem Weg von A nach B als ich von drei Taliban angegriffen worden bin. … Zwei Reifen wurden angeschossen (hatten einen Platten). Mein LKW wurde viel beschossen”.
BFA: “Konkret darauf angesprochen, dass es nicht nachvollziehbar sei, den LKW anzuhalten (anstatt Gas zu geben und weiter zu fahren), wenn auf diesen geschossen wird, beteten Sie wortident dieselben auswendig gelernten Floskeln herunter und bemerkten nicht, wie absurd und ganz und gar nicht den Lebenserfahrungen entsprechend Ihr Vorbringen war.

“Ich wusste, dass es eine gefährliche Gegend war, daher fuhr ich ziemlich schnell, ca 120 km/h. … Ich habe zwar angedeutet (mit der Körpersprache) dass ich bremse. Sie haben aber trotzdem hinterher geschossen … Ich habe das Auto angehalten und die Handbremse gezogen, bin ausgestiegen und habe mich versteckt.”
BFA: Die Schilderung des eigentlichen Vorfalls, nämlich die Anhaltung durch die Taliban, entbehrt aber jedenfalls sämtlicher Vorstellungskraft eines vemunft-begabten Menschen. Sie behaupten, gewusst zu haben, dass die Gegend eine gefährliche sei und seien daher mit ca. 120 km/h unterwegs gewesen. Alleine diese Geschwindigkeitsangabe ist aufgrund des geschilderten Sachverhaltes, nämlich das Lenken eines LKWs unter den in Afghanistan ortsüblichen Straßenzuständen, mehr als unglaubwürdig.

“… Ich habe Angst bekommen, da sie meinen Namen nannten. Sie sagten, ich solle mich ergeben….”
BFA: Sie konnten keine asylrelevante Verfolgung glaubhaft machen bzw. dass Sie eine solche Verfolgung künftig zu befürchten hätten. Nicht festgestellt werden konnte, dass Sie einer Gefährdung oder Verfolgung im Herkunftsland ausgesetzt waren, sind oder wären .