15 – Ta[r]me[a]rlans Erben

Aus dem Klappentext: “Überall versuchen die Eliten der fünf »Stans« das Vakuum zu füllen, das der Zerfall der Sowjetunion bei ihnen hinterlassen hat.

Damit ist auch schon viel über die Aktualität des Buches gesagt.



Mahringer Literaturverzeichnis: 15
Autor: Böhm, Peter
Titel: Ta[r]me[a]rlans Erben, Zentralasiatische Annäherungen
Erscheinungsjahr: 2005 (Alter 12 Jahre)
Genre:  Geschichte
Anzahl der Verweise im Gutachten: 0

 


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Mit dem Zerfall der Sowjetunion wurde in den vergangenen Jahren nicht zuletzt auch der Blick frei für die vielen in diesem Reich einst zusammengefassten Länder – so etwa jene Zentralasiens: Weil sie der europäische Teil der Sowjetunion nicht mehr haben wollte, wurden Kasachstan, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan im Herbst 1991 unabhängig und mussten auf einmal einen neuen Rahmen für ihre Existenz finden. Peter Böhm zeichnet in seinen Reportagen aus dieser bei uns nur in Krisenzeiten wahrgenommenen Region eindringlich nach, in welche tiefe Unsicherheit diese Periode des radikalen Umbruchs die Menschen gestürzt hat. Ob in Turkmenistan, im Reich des Turkmenbaschi, mit seinem Personenkult und der von ihm persönlich zusammengeleimten, bis in mythische Zeiten zurückreichenden Geschichte des turkmenischen Staates. Oder in Kasachstan, wo der durch den Ölreichtum seines Landes zu Geld gekommene Präsident mitten in der Steppe eine neue Hauptstadt aus dem Boden stampfen lässt. Überall versuchen die Eliten der fünf »Stans« das Vakuum zu füllen, das der Zerfall der Sowjetunion bei ihnen hinterlassen hat. Sie kämpfen zugleich mit dem schwierigen Erbe der UdSSR, etwa den Umweltkatastrophen, dem verschwindenden Aralsee oder den völlig ungeschützten Atommüllanlagen, und ebenso mit den nicht geklärten Grenzen und der Verzerrung ihrer nationalen Traditionen. In faszinierenden Nahaufnahmen berichtet Peter Böhm von den Menschen dieser Region, aber auch davon, dass es nicht immer ganz leicht ist, Journalist in Zentralasien zu sein.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Peter Böhm wurde 1967 in Schweinfurt geboren. Er studierte Allgemeine Linguistik und Kommunikationswissenschaften in Berlin und arbeitete nach dem Volontariat als Ost- und Zentralafrika-Korrespondent in Nairobi. Zuletzt berichtete er unter anderem für die »tageszeitung«, die »Neue Zürcher Zeitung« und mehrere ARD-Radiosender über Zentralasien aus Taschkent.